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Ursache

Viele unverzichtbare Zytostatika führen in hohem Maße zu Übelkeit und Erbrechen. Die meisten Patienten erhalten daher vorbeugend vor einer emetogenen Chemotherapie Medikamente zur Vermeidung oder Unterdrückung dieser schweren, durch die Zytostatika verursachten Nebenwirkungen.

Symptome

Erbrechen ist ein natürlicher Schutzmechanismus des Körpers. Durch Erbrechen kann der Körper Giftstoffe, die in den Magen gelangt sind, schnell ausscheiden. Vorbote des Erbrechens ist meist die Übelkeit. Allerdings kann Übelkeit auch ohne Erbrechen auftreten. 

 

Diagnose

Beim chemotherapeutisch-bedingten Erbrechen unterscheidet man verschiedene Formen:   

  • Akutes Erbrechen: innerhalb der ersten 24 Stunden nach der Chemotherapie
  • Verzögertes Erbrechen: später als 24 Stunden nach der Chemotherapie
  • Antizipatorisches Erbrechen: Psychisch bedingtes, erlerntes Erbrechen.

Alle Formen können sowohl gemeinsam als auch isoliert vorkommen.


Das akute Erbrechen ist unbehandelt am häufigsten. Je nach Chemotherapie kann es kurz nach der Chemotherapie einsetzen, aber auch erst Stunden später. Ohne Behandlung kann es in Abhängigkeit von der Emetogenität der Chemotherapie zu vielen Brechepisoden innerhalb kurzer Zeit kommen. 

Verzögertes Erbrechen beginnt erst am Tag nach der Chemotherapie, also in einer Phase in der der Patient keine cytostatische Therapie erhält. Dies ist natürlich besonders unangenehm, da sich der Patient im Glauben wähnt, die Therapie abgeschlossen zu haben und keine weiteren akuten Nebenwirkungen ertragen zu müssen. Verzögertes Erbrechen tritt besonders häufig dann auf, wenn man auch unter akutem Erbrechen gelitten hat. 

Antizipatorisches Erbrechen beruht auf negativen Erfahrungen bei einer vorausgegangenen Therapie. Man verbindet einen Gedanken, Geruch oder den Anblick des Krankenhauses mit Erbrechen und muss sich dann tatsächlich übergeben, obwohl man noch gar keine erneute Chemotherapie bekommen hat.